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Vorträge
des Geschichtsvereins in Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule Goslar
Programm
Frühjahr 2012
jeweils um 19.30 Uhr im
Gebäude des Landkreises Goslar,
Klubgartenstraße 6 Sitzungssaal |
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26.Mai 2012 14.00 |
Gerolf Briegel: Friedhof Hildesheimer Straße - Spiegel der Zeitgeschichte
1826
wurde der Friedhof Hildesheimer Straße angelegt – die Bestattungen rund um
die Altstadtkirchen fand nach intensivem Ringen ein Ende. Der Friedhof
spiegelt seither die jeweilige Garten- und Friedhofskultur und durch die
hier beigesetzten Verstorbenen auch Lokalhistorie wider. Mausoleen drücken
den gesellschaftlichen Stellenwert einiger Goslarer Familien aus. Aber auch
die umstrittene Grabstätte des NS-Reichsbauernführers Darree, Kriegsgräber
des ersten und zweiten Weltkrieges und die Grabfelder der Opfer der
Zwangsarbeit, Gefangenschaft und Verschleppung sind auf dem Friedhof zu
finden.
Der Leiter
des ehemaligen Garten- und Friedhofsamtes, heute städtischer Betrieb „Grau
und Grün“, Herr Dipl.-Ing. Gerolf Briegel wird über den Friedhof führen und
sich schwerpunktmäßig dem Thema „Täter und Opfer“ widmen. Treffpunkt ist um
14:00 Uhr der Haupteingang Friedhof Hildesheimer Straße. |
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31. Mai 2012 |
Michael Geschwinde: Roms vergessener Feldzug – Kaiser Maximinus Thrax Kampf
um das Harzhorn 235 n. Chr.
Vor drei Jahren sorgten Funde am Harzhorn zwischen Seesen und Northeim für
eine wissenschaftliche Sensation: die Funde belegten, dass römische
Legionäre noch im dritten nachchristlichen Jahrhundert im Norden Germaniens
einen Feldzug durchführten. Auf ihrem Rückzug wurde ihnen am Harzhorn durch
germanische Krieger der Weg verlegt. An den Kämpfen beteiligt war auch die
IV. Legion Flavia Felix, die aus dem Raum Belgrad stammte und im Jahr 235 im
Auftrag von Kaiser Maximinus Thrax (235 – 238) unterwegs war. Mehr als 2000
Funde römischer und germanischer Herkunft konnten bisher auf dem
ausgedehnten Schlachtfeld geborgen werden. Ein Teil davon wird im Herbst
nächsten Jahres in einer Landesausstellung in Braunschweig präsentiert.
Was
suchten die Römer rund 200 Jahre nach der Varusschlacht so tief im
germanischen Landesinneren? Was geschah am Harzhorn, was hat das Schlacht-
feld freigegeben und was konnte an neuen Erkenntnissen gewonnen werden? Dr.
Michael Geschwinde, Bezirksarchäologe des Niedersächsischen Landesamtes für
Denkmalpflege im Stützpunkt Braunschweig wird in seinem Vortrag Licht in das
bisherige Dunkel des vergessenen Feldzug des Kaisers Maximus Thrax
bringen. |
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14. Juni 2012 |
Cordula Reulecke / Bernhard Gockel/ Bernhard Recker / Holger Windmann:
Brusttuch – Einblicke in die Instandsetzung und Restaurierung des Fachwerks
Der
wohlhabende Patrizier Magister Johannes Thiling ließ 1526 am Beginn des
Hohen Weges gegenüber der Marktkirche das Brusttuch errichten. Das
Obergeschoss wurde als Fachwerk auf steinernem Erdgeschoss ausgebildet und
mit außergewöhnlichen Schnitzarbeiten an Schwellen, Fußstreben, Stielen und
Dachknaggen verziert, die auf die Bildung des Bauherren hinweisen sollten.
Seit 2009 wurde das Gebäude mit Hilfe des Bundesförderprogramms für
Welterbestätten saniert und große Schäden an der Fachwerksubstanz beseitigt.
Da die ursprüngliche Farbigkeit nicht schlüssig nachgewiesen werden konnte
und zudem die Umbauphase von 1870 das Baudenkmal maßgeblich prägte, wurde
unter Zuhilfenahme zahlreicher Abbildungen des Brusttuches und landesweiter
Vergleichsanalysen ein monochromes Farbkonzept entwickelt.
Frau Cordula
Reulecke, Oberkonservatorin des Landesamtes für Denkmalpflege im Stützpunkt
Braunschweig, wird denkmalpflegerische Grundanforderungen ansprechen, ihr
Kollege, Herr Bernhard Recker, wird zu Fragen der Farbigkeit von
Fachwerkgebäuden im Allgemeinen und im Besonderen des Brusttuches, der
Bauleiter Herr Bernhard Gockel zur baukonstruktiven Instandsetzung und der
Restaurator Holger Windmann zur Ausführung der Farbfassung des
Brusttuchfachwerkes sprechen. |
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Sonstige
Veranstaltungen des Geschichtsvereins
2012 |
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Datum/
Uhrzeit |
Veranstaltungen im Schwiecheldthaus |
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Datum/
Uhrzeit |
Tagesfahrten in Zusammenarbeit mit Bokelmann-Reisen |
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9. Juni 2012 09.00 |
Rüdiger Hagen: Mühlenexkursion Goslar – Liebenburg – Bad Lauterberg
Die
Exkursion beginnt um 9:00 Uhr in Goslar mit der Besichtigung der Lohmühle
am Klapperhagen, deren Technik Herr Rüdiger Hagen vorstellen wird. Danach
geht es mit dem Bus um 10:00 Uhr vom Parkplatz Kaiserpfalz nach Liebenburg
zur Besichtigung der dortigen Bockwindmühle. Sie verfügt noch über die
gesamte Mühlentechnik.
Nach
einer Mittagspause in Bad Lauterberg wird Herr Hagen mit dem dortigen
Förderkreis ab 14:00 Uhr durch das Südharzer Eisenhüttenmuseum, dessen
Ursprünge auf das Jahr 1733 zurückgehen, führen. Das erste Drahtseil,
kunstvoll verzierte Gussteile und Öfen wurden hier produziert. Auf dem
Gelände der Gießerei Königshütte steht eine 1872 erbaute Industriemühle.
Diese zu den größten Mühlen zählende Anlage wurde mit ihren
Müllereimaschinen bis heute erhalten.
Die
Rückfahrt führt um 16:30 Uhr zurück nach Goslar, Busbahnhof. Ankunft gegen
17.30 Uhr.
Der Preis
beträgt 25 € pro Person für Fahrt und Führungen. Buchung über Reisebüro
Bokelmann, Rosentorstraße 28, 38640 Goslar, Tel.: 05321 / 38 19 90
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Die Termine werden in der
Goslarschen Zeitung veröffentlicht
Die Kurse sind im Heft der Volkshochschule Goslar detailliert beschrieben. |
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